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30. April 2025

CLOUD Act und Body-Cams: Was bedeutet das für den Datenschutz?

CLOUD Act und Body-Cams: Was bedeutet das für den Datenschutz?

Der CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act) ist ein US-amerikanisches Gesetz, das weitreichende Auswirkungen auf den internationalen Datenschutz hat. Besonders kritisch wird es, wenn sensible Daten betroffen sind – wie etwa Videoaufnahmen von Body-Cams, auch bekannt als Körperkameras, die von Polizei oder Sicherheitsbehörden genutzt werden.

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Was ist der CLOUD Act?

Der 2018 verabschiedete CLOUD Act verpflichtet US-Unternehmen, Ermittlungsbehörden auf Anforderung Zugriff auf gespeicherte Daten zu gewähren – selbst wenn diese Daten außerhalb der USA gespeichert sind. Das betrifft auch Daten, die auf Servern in Europa liegen, sofern sie von einem US-Anbieter wie Microsoft, Amazon oder Google verwaltet werden.

Körperkameras im Fokus

Körperkameras liefern sensible Bild- und Tonaufnahmen im Einsatz von Polizei, Ordnungsamt und privaten Sicherheitsdiensten. Diese Daten enthalten oft personenbezogene Informationen – Gesichter, Gespräche, Orte. Werden diese Aufnahmen in einer Cloud gespeichert, stellt sich die Frage: Wer hat Zugriff darauf?

CLOUD Act vs. DSGVO

Hier prallen zwei Rechtswelten aufeinander: Der CLOUD Act erlaubt US-Behörden unter bestimmten Voraussetzungen Zugriff auf Daten, die in der Cloud liegen – selbst wenn dies der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) widerspricht. Für Betreiber von Body-Cam-Lösungen bedeutet das ein Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Funktionalität und Datenschutz.

Welche Herausforderungen gibt es?

Risiken für Nutzer von Body-Cams:

Wenn eine Sicherheitsbehörde ihre Körperkameras mit einer Cloud-Lösung eines US-Anbieters verknüpft, könnten die Daten theoretisch von US-Behörden angefordert werden. Das birgt erhebliche Risiken:

  • Verlust der Datenhoheit: Daten europäischer Bürger könnten ohne ihr Wissen außerhalb der EU verarbeitet werden.

  • Rechtsunsicherheit: Unternehmen und Behörden laufen Gefahr, gegen die DSGVO zu verstoßen.

  • Vertrauensverlust: Die Nutzung von Körperkameras soll Vertrauen schaffen, nicht zerstören.

Wie können Organisationen reagieren?

  • Europäische Cloud-Anbieter bevorzugen: Durch die Wahl von Anbietern mit Sitz und Rechenzentren in der EU kann das Risiko minimiert werden.

  • Verschlüsselung: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann den Zugriff Dritter erschweren.

  • Transparente Datenschutzrichtlinien: Eine klare Kommunikation schafft Vertrauen bei den betroffenen Personen.

Der CLOUD Act ist ein bedeutender Faktor im Spannungsfeld zwischen internationalem Recht und europäischem Datenschutz. Besonders beim Einsatz von Body-Cams bzw. Körperkameras sollten Sicherheitsbehörden und Unternehmen sorgfältig prüfen, wo und wie die Daten gespeichert werden. Nur so lassen sich Datenschutz, Transparenz und Rechtssicherheit miteinander vereinen.

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